Faschismus

Zunächst war "Faschismus" nur die Bezeichnung für die von Benito Mussolini 1919 gegründeten "Italienischen Kampfbünde" (Fasci Italiani di Combattimento), die 1922 in Italien die Macht eroberten.
Heute wird Faschismus als Sammelbegriff für die nationalistischen, autoritären und totalitären Bewegungen im Europa der 20er- bis 40er-Jahre des 20. Jahrhunderts verwendet. Gekennzeichnet war das Phänomen durch die grosse Bedeutung des Führerprinzips, einen kompromisslosen Willen zur Macht, der die Bereitschaft zur Gewaltanwendung einschloss, und die Verherrlichung des Militärischen. Das Volk wurde als willenlose "Masse" begriffen, die beliebig formbar sei (vgl. Neofaschismus).

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